Was ist die KfW-Förderung?

Was ist die KfW-Förderung?   Übersicht über die Förderprogramme  Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Privatpersonen im Rahmen einer Immobilienfinanzierung bei Maßnahmen, die den Energieverbrauch bei bestehenden Gebäuden senken und bei Neubauten möglichst geringhalten. Für diese umweltbewusste Bauweise vergibt die KfW zum einen zinsgünstige Darlehen, zum anderen können Sie auch einen KfW-Zuschuss beantragen, den Sie nicht zurückzahlen müssen. Bei größeren Maßnahmen ist die KfW-Förderung oft ein Teildarlehen von mehreren. Für die Förderung durch die KfW gelten folgende Rahmenbedingungen: Bei vielen Förderprogrammen der KfW sind Sollzinsbindungen bis zu 20 Jahre möglich. Damit können Sie sich aktuell niedrige Zinsen langfristig sichern. Zur KfW-Förderung gehört außerdem, dass eine tilgungsfreie Zeit zum Beginn der Laufzeit möglich ist. Verschiedene Förderprogramme der KfW sind miteinander kombinierbar. So kann die mögliche Kreditsumme erhöht werden. Die KfW-Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Die Gebäude müssen z. B. bestimmten Standards der Energieeffizienz entsprechen und bei vielen Förderprogrammen ist ein Energieexperte als Gutachter und Berater Voraussetzung. Beim Baukindergeld dürfen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Gut zu wissen: Die KfW wurde 1948 gegründet. Als staatliche Förderbank unterstützt sie Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit auch zum energieeffizienten Bauen und Sanieren von Wohngebäuden. Außerdem legt sie Programme zur Förderung von Bildungsmaßnahmen, von Unternehmen und von Kommunen sowie zur Entwicklungshilfe auf. Sie erzielt pro Jahr ein Gesamtfördervolumen von rund 80 Milliarden €. Was unterstützen die KfW-Förderprogramme? Die KfW-Förderprogramme dienen zum großen Teil der Finanzierung des Wohnungsbaus in Deutschland. Die Schwerpunkte der KfW-Förderung liegen beim Hauskauf, dem Neubau, der Sanierung und der Modernisierung. Bei den meisten Förderprogrammen spielen energieeffiziente Standards eine wichtige Rolle.

Staatliche Förderung für das Eigenheim durch die KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet Immobilienkäufern zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für verschiedene Zwecke rund um die Themen Hausbau, Hauskauf und energieeffiziente Sanierung. Diese staatliche Förderung bildet somit einen wichtigen Bestandteil für Ihre Immobilienfinanzierung, denn Sie profitieren hierbei meist von günstigeren Zinsen als bei einem regulären Baudarlehen. 

Ob Sie mit einem KfW-Kredit tatsächlich günstiger finanzieren als mit einer Baufinanzierung, können Sie ganz einfach mit unsere unverbindlichen persönlich auf Sie zugeschnittene Beratung erhalten.

Übersicht zur KFW-Förderung

Übersicht zur KFW-Förderung
Welche KfW-Programme gibt es?
Die KfW bietet eine Vielzahl von Programmen, die an Privatpersonen vergeben werden und den Wohnungsbau oder die Erneuerung von Wohnraum fördern. Dem Bereich der energieeffizienten Maßnahmen lassen sich die Programme KfW 151/152, KfW 153, KfW 167, KfW 430, 431 und 433 zuordnen. Weitere Programme zur Förderung des Wohnungsbaus, bei denen die Energieeffizienz nicht im Mittelpunkt steht, sind KfW 124/134, KfW 159, KfW 270, 424 und 455.

Die folgenden Zeilen beschreiben die einzelnen Programme, deren Inhalte und die Höhe der Darlehen und Tilgungszuschüsse.

Die KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen, Sanieren oder Kaufen in der Übersicht
Inhalt Was wird wie gefördert Höhe der Förderung

KfW 153 energieeffizient Bauen Darlehen mit Tilgungszuschuss für Bau oder Kauf eines neuen KfW-Effizienzhauses Kredit bis 120.000 €, Zuschuss bis 30.000 €

KfW 151/152 energieeffizient Sanieren Darlehen und Tilgungszuschuss für die komplette Sanierung oder für einzelne Maßnahmen bis 120.000 €, Zuschuss bis 48.000 €

KfW 167 energieeffizient Sanieren (Ergänzungskredit) Darlehen für Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien bis 50.000 €KfW 430 energieeffizient Sanieren Zuschuss für komplette Sanierung oder einzelne Maßnahmen bis 48.000 €

Während die oberen Zeilen  die Programme auflistet, bei denen eine erhöhte Energieeffizienz gefördert wird, finden Sie unten weitere Förderprogramme der KfW zum Hausbau, Umbau oder Hauskauf.

KfW-Förderprogramme zu weiteren Maßnahmen in Haus und Wohnung
Inhalt Was wird wie gefördert Höhe der Förderung
KfW 124 Wohneigentum Darlehen für den Kauf oder Bau eines selbstgenutzten Eigenheims bis 100.000 €
KfW 134 Wohneigentum Darlehen für den Kauf von Genossenschaftsanteilen bis 50.000 €
KfW 159 altersgerecht Umbauen Darlehen für Abbau von Barrieren und besseren Einbruchschutz bis 50.000 €
KfW 455 altersgerecht Umbauen Zuschuss für Abbau von Barrieren und besseren Einbruchschutz bis 6.250 €
KfW 424 Baukindergeld Zuschuss für Familien zum Bau oder Kauf von Wohneigentum 12.000 € pro Kind
KfW 270 erneuerbare Energien Darlehen für Errichtung oder Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien bis 50 Millionen €

Was bedeutet Effizienzhaus KFW 55?

Was bedeutet Effizienzhaus KfW 55?
Der Begriff Effizienzhaus KfW 55 steht für einen bestimmten Energiestandard, der eingehalten werden muss, um bei der KfW die Förderung mit besonders günstigen Darlehen zu erhalten.

Die Zahl 55 beschreibt den Jahresprimärenergiebedarf des geförderten Gebäudes im Vergleich zu einem Neubau. Der Energiebedarf beträgt in diesem Fall höchstens 55 %, ist also deutlich geringer als bei nicht energieeffizienten Gebäuden. Mit einem KfW-Effizienzhaus 55 können Sie Förderungen aus den besonders beliebten Programmen KfW 153, 151 und 124 erhalten.

Der Standard KfW 55 ist nur einer von mehreren, die die KfW entwickelt hat. Weitere sind z. B. das KfW-Effizienzhaus 40 und 70.

Wie und wo beantrage ich eine KfW-Förderung?
Für die Antragstellung einer KfW-Förderung gibt es zwei Wege, je nachdem ob Sie ein Darlehen oder einen Tilgungszuschuss beantragen. Wie Sie dabei am besten vorgehen, beschreiben wir Ihnen im Folgenden. Möchten Sie ein KfW-Darlehen beantragen, müssen Sie sich an eine Bank oder Sparkasse als durchleitendes Kreditinstitut wenden. Da die KfW ihre Förderung nicht selbst vergibt und kein eigenes Filialnetz besitzt, ist immer der Weg über diese Finanzierungspartner notwendig.

Schritt 1: Informationen sammeln
Informieren Sie sich über die Fördermöglichkeiten und prüfen, welches KfW-Förderprogramm zu Ihrem Vorhaben passt. Förderfähig sind sowohl große Vorhaben wie der Neubau eines Gebäudes, aber auch Einzelmaßnahmen wie die Förderung der energieeffizienten Erneuerung der Dämmung, von Fenster, Haustür oder Dach. In vielen Fällen geht es bei der KfW-Förderung um den Einbau einer neuen Heizung oder dem altersgerechten Umbau des Bades.

Die KfW informiert auf Ihrer Website in einem Produktfinder ausführlich über alle passenden Förderkredite für Ihr Bauvorhaben oder für Ihren Hauskauf.

Schritt 2: Beratung durch einen Energieexperten
Anschließend benötigen Sie die Unterstützung eines Energieeffizienz-Beraters. Er erstellt eine gründliche Analyse zum energetischen Zustand des betreffenden Gebäudes. Außerdem bespricht er mit Ihnen ein sinnvolles Maßnahmen-Konzept und legt den Sanierungsumfang fest. Der Experte stellt Ihnen auch eine Bestätigung über die Beratung aus, die Sie für den Darlehensantrag benötigen. Die Kosten für einen Energieberater betragen in den meisten Fällen einige hundert Euro. Die KfW übernimmt mit einem speziellen Programm einen Teil davon.

Schritt 3: Antrag stellen bei Bank
Nun können Sie bei Ihrer Hausbank einen Antrag zur KfW-Förderung stellen. Hier erhalten Sie alle weiteren Informationen zur Förderung. Werden später die Fördermittel von der KfW bewilligt, zahlt sie den Darlehensbetrag an die Bank, die ihn an Sie weiterleitet. Ihre Hausbank verwaltet das KfW-Darlehen mit einer eigenen Kontonummer genauso wie andere Kredite.

Schritt 4: Förderzusage abwarten
Erst wenn Sie die Kreditzusage der KfW erhalten haben, schließen Sie den Kreditvertrag mit Ihrer Bank. Denn Anträge für ein KfW-Darlehen müssen bei fast allen Programmen vor dem Beginn des Vorhabens gestellt werden. Damit ist entweder der Baubeginn oder der Abschluss des Kaufvertrages gemeint. Die Finanzierung bereits begonnener Vorhaben oder die Umschuldung bestehender Baufinanzierungen sind ausgeschlossen.

Schritt 5: mit den geplanten Maßnahmen beginnen
Nachdem Sie die Zusage erhalten haben, können Sie mit den geplanten Maßnahmen beginnen und Aufträge an Bauträger und Fachhandwerker erteilen oder den Kaufvertrag unterschreiben.

So beantragen Sie einen KfW-Tilgungszuschuss
Sind Sie an einem KfW-Tilgungszuschuss interessiert, dann nutzen Sie das Zuschuss-Portal der KfW. Dort finden Sie für die verschiedenen Zuschüsse alle Informationen über Voraussetzungen und einzureichende Unterlagen. Die Antragstellung für einen Zuschuss kann komplett online erfolgen. 

Der Tilgungszuschuss wird nach der Bewilligung nicht an Sie ausgezahlt. Die KfW verrechnet die bewilligte Summe mit der Restschuld Ihres Darlehens, so dass Sie Ihr KfW-Darlehen deutlich schneller zurückzahlen können.

Achtung! Sind die Baumaßnahmen beendet, benötigen Sie eine Bestätigung über die Ausführung der Arbeiten. Damit belegen Sie die fachgerechte Durchführung der Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Die Bestätigung stellt Ihnen Ihr Energieberater aus.

Fazit: Vor- und Nachteile der KfW-Förderung
Im Jahr 2019 wurden 370.000 Wohneinheiten beim energieeffizienten Neubau oder der Sanierung von der KfW gefördert. Das ist mit Vor- und Nachteilen für den Kreditnehmer verbunden.

Vorteile der KfW-Förderung für den Kreditnehmer:
niedrige Zinsen
lange Sollzinsbindungen bis zu 20 Jahre sind möglich
niedrige Monatsraten zu Beginn der Laufzeit durch tilgungsfreie Jahre
Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen
mehrere KfW-Förderprogramme können kombiniert werden
Nachteile der KfW-Förderprogramme:
sollte der Kredit nicht rechtzeitig abgerufen werden, müssen Bereitstellungszinsen gezahlt werden
im Fall einer Sondertilgung ist meistens eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig
der Einsatz eines Energieberaters verursacht zusätzliche Kosten
die technischen Anforderungen an die geförderten Baumaßnahmen sind anspruchsvoll